Die VinziRast lud zu einer öffentlichen Kundgebung, um auf die prekäre Situation von obdachlosen Menschen aufmerksam zu machen. „Wir schaffen Sichtbarkeit für jene, die oft aus dem Stadtbild ausgeblendet werden“, erläutert Robert Korbei, Geschäftsführer der VinziRast, das Ziel der Veranstaltung.
Mittels einer eigenen Kunstinstallation, bei der Lautsprecher Lebensgeschichten von Betroffenen erzählten, konnten alle Besucher:innen Einblick in die Geschichten und den Alltag von über 11.000 in Wien lebenden obdach- und wohnungslosen Menschen erhalten und sich bei einem gemeinsamen Essen austauschen sowie den Verein VinziRast kennenlernen.
„Es ist schwer über die eigene, schwere Vergangenheit zu sprechen und offenbart eine tiefe Verletzlichkeit. Doch nur so bekommen die Menschen in den Schlafsäcken ein Gesicht. Wir erhoffen uns dadurch wieder eine ‚Vermenschlichung‘ von obdachlosen Personen.“
Das Interesse bei der VinziRast Kundgebung zeigt auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. „Obdachlosigkeit ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem. Angesichts der steigenden Lebenserhaltungskosten vielleicht sogar mehr als je zuvor. Denn Obdachlosigkeit betrifft uns alle“, blickt Robert Korbei besorgt in die Zukunft.




