Deutsch-Lehrer*in bei der VinziChance

Aufgaben

  • zumindest eine Unterrichts-Einheit pro Woche gewährleistet die notwendige Kontinuität
  • Kommunikation und Koordination mit anderen Lehrer*innen; es unterrichten immer zwei bis drei Kolleg*innen gemeinsam
  • Einschätzung der Sprachniveaus der Teilnehmer*innen, Unterricht in der Gesamtgruppe bzw. in Kleingruppen
  • Dokumentation im Dienstbuch und Verwaltung des Arbeitsmaterials - unerlässlich für den inhaltlichen Aufbau des Unterrichts
  • Vorbereitung von Themengebieten (z. B. „Guten Tag“, „Am Arbeitsplatz“, „Unterwegs in Wien“, „Essen / Trinken“ …).
  • Wiederholung der Inhalte der letzten Einheit in den ersten 10-15 Min. des Unterrichts sorgt für Kontinuität
  • nach Ende des Unterrichts, für Ordnung und Sauberkeit im Studierzimmer sorgen

Zeiten:

  • in der Regel ein Mal pro Woche
  • ab ca. 8.45 Uhr: Vorbereitung 
  • 9-10 Uhr: Unterricht
  • bis ca. 10:15 Uhr: Nachbereitung 

Adresse: VinziRast-mittendrin, Lackierergasse 10, 1090 Wien, Studierzimmer im 2. Stock
Kontakt: Elena Osenstetter, 0699 –16029150 | e.osenstetter(at)vinzirast.at 

Beim Deutschreden kommen die Leut’ z’samm

Arabel K.:
"Ein Afghane, der in seiner eigenen Sprache Analphabet ist, fordert mich heraus. Was ist ein Buchstabe? Was ist ein Wort? Wie bringe ich es ihm bei? Der arme Mann wurde statt in die Schule zu gehen von den Taliban als Kindersoldat ausgebeutet. Für mich ist der Unterricht wie ein Spiegel, der mir vor die Nase gehalten wird. Ich sehe mich aus anderer Perspektive. Alles wird relativ.
Und dann: Wie gut geht es den Schülern hier im Studierzimmer im Vergleich zu den Flüchtlingen auf der Straße?"

Kuno S.:
"Ich war Lehrer, aber hier ist alles anders, weil viele gar keine Basics haben. Ich unterrichte mit Händen und Füßen, ich springe, ich hüpfe. Die Arbeit hier verändert mich. Ich bin heute Fremden gegenüber anders: offener, neugieriger, sicherer, nicht mehr so krampfig. Mir ist erstmals zu Bewusstsein gekommen, dass das große Ganze – zum Beispiel die USA im Golfkrieg – mit mir zu tun hat. Diese Menschen sind bei uns, weil in der Welt schlimme Dinge passieren."