VinziRast-Schreibwerkstatt

Der Fantasie ein Fenster öffnen

Über die VinziRast-Schreibwerkstatt: Gerade in der Auseinandersetzung mit Menschen, die viele als hoffnungslos aufgeben würden, erlebe ich immer wieder, dass ein Vertrauensvorschuss ungeahnte Reserven an Güte und Freundlichkeit freisetzt, die genau so wahr sind wie die verwahrlosten, aggressiven, selbstsüchtigen Anteile. Meist genügt ein flüchtiger Blick, um zu sehen, wie hässlich und böse die Wirklichkeit ist. Dass sie auch schön ist, ahnen wir erst, wenn wir den Mut haben, viel schärfer hinzuschauen. Bis die Genauigkeit zärtlich wird. 
Seppi: Ich kann nicht schreiben, ich muss nicht schreiben. Ich war in der Hilfsschul. Gar nix muss ich. Sterben muss ich. Er dreht sich demonstrativ weg. Ich: Das ist schon ein Text. Schreib das auf! Gelächter. Er: Ich hab dir gesagt, dass ich nicht schreiben kann! Ich: Gut, dann schreib ich es für dich auf. Du kannst mir diktieren. Er: Also bin ich jetzt dein Chef? Alle lachen, aber sie lachen ihn nicht aus, er lacht lauter als alle anderen. Dann diktiert er mir: Ich kann nicht schreiben. Ich muss nicht schreiben. Ich war in der Hilfsschul. Gar nix muss ich. Sterben muss ich. Hast das jetzt? Ich nicke. Sterben muss ich, wiederholt er und lacht. Das hat dir aber jetzt g’fallen. Ich nicke. 
Oder Asie: Wenn jemand an die Tür klopft, bekomme ich Angst, wer vor der Tür steht. Wenn ich nicht aufmache, bleibt die Angst drinnen und vielleicht eine Freude draußen. Einmal schrieb Norbert: Kannst du dir überhaupt vorstellen, wie entsetzlich es ist, immer der zu sein, der etwas bekommen muss? Auch das ist einer der Sätze, über die es sich lohnt lange nachzudenken.

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