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Mittendrin

Aktuelles aus dem VinziRast-CortiHaus

Thema: Geld

Jeden Tag erreicht uns eine neue Hiobsbotschaft. Stiftet Verwirrung, Unsicherheit, Ohnmacht. Rüttelt uns wach. Es geht um Geld, um die Weltwirtschaft, um unsere gewohnte Lebensweise. Die Frage ist: Wie wollen wir leben, in welcher Welt wollen wir leben?. 

 


Aktuelle Ausgabe unserer Zeitung Mittendrin (Jan 2012) als PDF.


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Aus unserer Schreibwerkstatt (2. Juni 2010)

Mein Freund, der Alkohol

Er lässt mich vergessen

                              seelische und körperliche Schmerzen

                              schlechte Erinnerungen

                              meine Trauer

                              mich selbst.

Er hilft mir, Gefühle zu unterdrücken,

er hilft mir, Gefühle rauszulassen.

Er nimmt mir die Angst,

er macht mich frei für Kontakte,

er lockert die Zunge,

er lässt mich glauben, ich wäre stark,

er lässt mich feiern.

 

Mein Feind, der Alkohol

Er macht mir den Kopf kaputt,

zerstört die Gehirnzellen,

zerstört das Gedächtnis,

zerstört die Blutkörperchen.

Er lässt mich glauben, ich wäre stark, obwohl er mich schwach macht.

Er zerstört Freundschaften.


Mein Freund, der Alkohol,

lässt mich vergessen,

dass ich voller Trauer und Angst lebe.

Doch mein Feind, der Alkohol,

zerstört Freundschaften, Lebensfreude.


Hallo,du Alkohol,

mein Freund, mein guter und böser.

Du Alkohol.

Du bringst mich hoch und dann hinunter, verdammt!

Ich liebe dich, verdammt.

Ich hasse dich, verdammt!

Ich brauche dich, verdammt!

Ich brauche dich nicht, nicht!

 

Wer ist stärker, ich oder ich?

Ich mit Schmerzen.

Ich ohne Schmerzen.

Mein Fuß tut weh,

mein Fuß tut nicht weh.

Mein Herz tut weh,

mein Herz tut nicht weh.

Warum?

Darum!

Meine Seele weint,

meine Seele weint nicht.

Ich schlage mich,

ich streite.

Warum? 

Darum!

Wo bin ich ich?

Und wo bin ich nicht ich?

Warum das alles?

Darum!

Ich und ich, und sonst kein anderer.


Das eine Ich ist gut, also hilfsbereit.

Das andere ist böse und aggressiv.

Das eine Ich ist stolz darauf, was es tut.

Das andere wiederum ist niemals gut aufgelegt.

 

Manchmal gut, manchmal böse

Gut ist es, wenn es hilfsbereit ist.

Böse, wenn es täglich missgelaunt ist.

Zwei verschiedene Seiten, wo man nicht weiß, wann es gut und wann es böse ist.


Ich I:  So a Bledsinn, heit hätt i so vü zum erledigen g’habt, und krieg mein’ Hintern ned aus’m Bett.

Ich II:  Du Koffa, beweg dein Oasch ausse und tu was!

Ich I:  Wast was, hau ma die Benzinbrüder vom Düringer in DVD und mach’n en Rest murg’n.

Ich II:  Host Recht, schau ma uns in Düringer an, dann hamma beide a Ruah.


Oh nein, ich muss noch lernen.

Ich hasse Vokabel lernen!

Aber ich muss, wenn ich die Sprache beherrschen will.  Es wird sich sicherlich lohnen!

Okay, also ab in die Vokabeln! 

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